CDU machte Verbesserungsvorschlag zum Stadtbad Rheydt
Bürgerfreundliche Planungskorrektur
Kein Verständnis hat die CDU-Ratsfraktion für die ablehnende Haltung der rot-gelb-grünen Ratsmehrheit zu einer bürgerfreundlichen Korrektur der Planung für die Sanierung des Stadtbades Rheydt. “Hier wird eine gute Idee offensichtlich nur deshalb abgelehnt, weil sie von der CDU kommt”, sagt Robert Baues als sportpolitischer Sprecher der CDU-Ratsfraktion.
Baues machte in der jüngsten Sitzung des Freizeit-, Sport- und Bäderausschusses den Vorschlag, zukünftig auf die Nutzung der höchsten Plattform am Sprungturm des Pahlke-Bades zu verzichten. Dann wäre der Einbau eines Schwimmbeckens möglich, das an der dem Sprungturm gegenüber liegenden Seite über einen etwa 80 Quadratmeter großen Nichtschwimmerbereich mit nur 1,20 Meter Wassertiefe verfügt. Bliebe die höchste Sprungebene weiterhin nutzbar, müsste auf diesen Nichtschwimmerbereich verzichtet werden.
Die CDU-Fraktion begründete ihren Vorschlag damit, dass aufgrund der Konstruktion des Edelstahlbeckens, das demnächst in das vorhandene Becken eingesetzt werden wird, der Abstand zwischen Wasseroberfläche und den unterschiedlichen Absprungebenen zukünftig etwa 40 Zentimeter geringer sein wird als bisher und damit nicht mehr den einschlägigen Wettkampfbestimmungen des Deutschen Schwimmverbandes entspricht.
Während sich dieses Problem bei den 1- und 3-Meter-Brettern sowie bei den 5- und 7,5-Meter-Plattformen dadurch lösen lässt, dass diese Absprungebenen entsprechend angehoben werden, ist eine wettkampfgerechte Konstruktion der 10-Meter-Plattform nicht möglich, weil hier der erforderliche Abstand zur Hallendecke zu gering ist.
“Für uns stellt sich die Frage, ob es in dieser Situation sinnvoll ist, auf der Nutzung der höchsten Plattform zu bestehen, wenn eine sinnvolle Trainings- oder gar Wettkampfnutzung nicht möglich ist”, sagt Robert Baues. In der Abwägung sehe die CDU-Fraktion klare Vorteile bei der Beckenvariante mit Nichtschwimmerbereich, weil dieser sowohl für das Schulschwimmen als auch im Hinblick auf den zunehmenden Anteil älterer Menschen an der Bevölkerung hervorragend multifunktional nutzbar sei. “Wir würden mit diesem Angebot wesentlich mehr Menschen erreichen als mit dem Angebot, eine 9,60-Meter-Plattform nutzen zu können, und deshalb halten wir unseren Vorschlag für bürgerfreundlich”, so Baues.
Er betont, dass die CDU-Ratsfraktion in keiner Weise beabsichtige, die Sanierungsarbeiten im Stadtbad Rheydt zu verzögern. Der Beschluss zur denkmalgerechten Sanierung sei gefasst, und die CDU sei am zügigen Fortgang der Sanierungsarbeiten interessiert, damit den Bürgern das Stadtbad Rheydt so schnell wie möglich wieder zur Verfügung stehe. In diesem Zusammenhang solle auch der Sprungturm als Bauwerk erhalten werden. Baues: “Jetzt aber ist der richtige Zeitpunkt, eine bürgerfreundliche Entscheidung für die zukünftige Nutzung des Pahlke-Bades zu treffen. Unser Vorschlag steht dem Ratsbeschluss nicht entgegen, und wir appellieren an den Oberbürgermeister, die geeigneten Maßnahmen zu ergreifen, um unseren Vorschlag im Interesse der Bürger umzusetzen.”
Hans Wilhelm Reiners
Fraktionsgeschäftsführer
CDU akzeptiert auslaufende Auflösung von drei Hauptschulen
Entscheidung nicht leicht gemacht
Nach langer Diskussion und Abwägung aller Vor- und Nachteile hat die CDU-Ratsfraktion entschieden, der auslaufenden Auflösung der drei Hauptschulen Eicken, Giesenkirchen und Wickrath zuzustimmen. “Wir haben uns diese Entscheidung nicht leicht gemacht, aber die sinkenden Schülerzahlen und die rückläufigen Anmeldezahlen lassen nicht erwarten dass wir alle Mönchengladbacher Hauptschulen dauerhaft erhalten können”, sagt Fraktionsvorsitzender Dr. Hans Peter Schlegelmilch. “Wir setzen darauf, dass unsere Entscheidung die verbleibenden neun Hauptschulen stärkt, denn die CDU steht nach wie vor zum dreigliedrigen Schulsystem, in dem die Hauptschulen eine wichtige Rolle spielen.”
Zur Entscheidung der CDU-Fraktion gehört auch die Zustimmung dazu, die Katholische Hauptschule Neuwerk zukünftig nicht mehr als drei-, sondern als zweizügige Hauptschule zu führen. Auch hier folge man, so Hans Peter Schlegelmilch, den durch die Anmeldezahlen vorgegebenen Fakten. Der CDU-Fraktionsvorsitzende betont allerdings, dass die Zustimmung zu dieser schulorganisatorischen Maßnahme keinesfalls als Einstieg in die Auflösung zu verstehen sei. Wer glaube, die Gesamtschule Neuwerk auf Kosten der benachbarten Hauptschule ausbauen zu können, werde bei der CDU-Fraktion auf Widerstand stoßen.
In der CDU-internen Diskussion wurde deutlich, dass die Fraktion es begrüßt hätte, wenn die Schulen sich durch die aktuelle “Qualitätsoffensive Hauptschule” der Landesregierung im Wettbewerb mit den anderen Schulformen attraktiver hätte positionieren können. Aus diesem Grund war vor Jahresfrist die Entscheidung über schulorganisatorische Maßnahmen verschoben worden. “Leider hat die Offensive nicht die erhoffte Wirkung gezeigt, so dass wir jetzt handeln müssen”, so Schlegelmilch.
Die CDU-Fraktion legt Wert darauf, dass alle Kinder, die sich für die Hauptschule entscheiden, auch in Zukunft eine Hauptschule besuchen können. Dazu hat die Verwaltung aus Sicht der CDU-Fraktion nachvollziehbar dargestellt, dass an den verbleibenden Hauptschulen noch ausreichend Platz ist, um die Schülerinnen und Schüler aus den Einzugsgebieten der jetzt auslaufenden Hauptschulen aufzunehmen.
Dazu werden im Einzelfall noch konkrete organisatorische Maßnahmen zu treffen sein, wie zum Beispiel eine Verbesserung der Verkehrsanbindung aus dem Raum Wickrath zur Hauptschule Rheindahlen.
Außerdem hält die CDU-Fraktion eine frühzeitige Diskussion über die zukünftige Verwendung der frei werdenden Gebäude für geboten. Über einen längeren Zeitraum leer stehende Gebäude seien nicht zu akzeptieren. Schlegelmilch: “Wir wollen die Folgen der demografischen Entwicklung auch als Chance für die Stadtentwicklung begreifen und diesen Prozess aktiv gestalten.”
Von der Mehrheit im Rat der Stadt Mönchengladbach ist nach Auffassung der CDU-Fraktion keine konstruktive Auseinandersetzung mit dieser Entwicklung zu erkennen. Nachdem die Schulpolitik in den Wahlkampfprogrammen eine herausgehobene Stellung eingenommen hat, erschöpft sich die Gestaltungskraft von Rot-Gelb-Grün nach der Wahl in der Umsetzung des Unabänderlichen.
Hans Wilhelm Reiners
Fraktionsgeschäftsführer
Erste Priorität in einer Nachtragsliste
VRR gibt Geld für Bahnhof Wickrath
Eine gute Nachricht brachte Joachim Roeske (CDU), Vertreter der Stadt Mönchengladbach im Verkehrsverbund Rhein-Ruhr, von der jüngsten Sitzung des VRR-Verwaltungsrates mit zurück. Das Gremium beschloss, in eine Nachtragsliste zur so genannten Modernisierungsoffensive den Bahnhof Wickrath mit erster Priorität aufzunehmen und für Baumaßnahmen dort 1,1 Millionen Euro bereitzustellen.
Für diesen Betrag soll zusätzlich zum ohnehin schon vorgesehen Neubau des westlich gelegenen Bahnsteigs (Fahrtrichtung Aachen) nun der auf der Seite des Bahnhofsgebäudes gelegene Bahnsteig erhöht werden, um den Fahrgästen ein bequemeres Ein- und Aussteigen zu ermöglichen. Außerdem soll nach Möglichkeit auch für diesen Bahnsteig ein behindertengerechter Zugang von der Trompeterallee aus angelegt werden.
“Es ist erfreulich, dass sich der VRR-Verwaltungsrat so entschieden hat. Damit ist der Modernisierungsbedarf für die Bahnhöfe auf Mönchengladbacher Stadtgebiet noch längst nicht erfüllt”, sagt Joachim Roeske. Der Oberbürgermeister sei gefordert, im Verkehrsverbund mit Nachdruck die Notwendigkeit weiterer Maßnahmen deutlich zu machen.
Hans Wilhelm Reiners
Fraktionsgeschäftsführer